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Bei
uns macht Arbeit Spass! Bei Ihnen auch?
Bei
uns gilt das Motto »Bei uns macht Arbeit Spass!«.
Um diesem Motto treu zu bleiben, integrieren wir ständig
neue Massnahmen in unseren Arbeitsalltag. Hier verrate
ich Ihnen einige!
Autor:
Alex S. Rusch
Als ich 1994 meine eigene Firma gründete, tat ich
dies natürlich auch unter anderem, weil ich in
einer tollen Firma arbeiten wollte etwas, was
ich auf dem Arbeitsmarkt als Arbeitnehmer nicht finden
konnte. Am Anfang war ich längere Zeit ein Ein-Mann-Betrieb,
dann stellte ich die ersten Mitarbeiter ein, zunächst
auf Teilzeit-Basis. Nach einer gewissen Zeit stellte
ich dann Vollzeit-Mitarbeiter ein. Und plötzlich
wurde mir bewusst, dass bei uns das Arbeitsklima eigentlich
auch nicht viel anders war als in anderen Firmen. Dies
war dann der Moment, als ich »Stop!« rief
und das Steuer herumriss. Ich ergriff dann bewusst Massnahmen,
damit es wirklich Spass macht, im Rusch Verlag zu arbeiten.
Spass
als Ziel
Der erste Schritt war das schriftliche Festhalten unseres
Mottos »Bei uns macht Arbeit Spass«. Wir
verwenden diesen Slogan mittlerweile sogar in unseren
Stellenanzeigen. Dies zwingt uns, wirklich danach zu
handeln. Wir erinnern uns gegenseitig ständig daran,
denn schliesslich kann man im Trubel des Alltags leicht
davon abdriften.
Gemeinsame
Aktivitäten
Unser Team unternimmt regelmässig etwas zusammen,
meist auf Firmenkosten. Dies kann ein gemeinsames Abendessen
in einem schönen Restaurant, ein Ausflug oder gar
eine Ballonfahrt, wie wir sie am 28. August 2001 gemacht
haben, sein. Ich bin schon jetzt gespannt, was wir in
nächster Zeit zusammen unternehmen werden... Kommunikation
des Leitbildes Bei vielen Firmen ist das Leitbild in
einem Handbuch festgehalten, aber niemand kennt die
Wortlaute auswendig und vor allem handelt niemand danach.
Bei uns findet jeder Angestellte das Leitbild in seinem
benutzerfreundlichen, übersichtlichen Mitarbeiter-Handbuch.
Zudem schauen wir es uns während Büro-Sitzungen
regelmässig an. Da ist zum Beispiel festgehalten,
dass wir uns regelmässig gegenseitig loben für
aussergewöhnliche Leistungen wenn dies alle
tun, ist dies viel wirksamer, als wenn es nur der Chef
tut. Wohlbefinden im Büro Eine Mitarbeiterin reichte
bei mir ein Ideen-Blatt ein, worauf zu lesen war, dass
wir uns einen »Drinking Fountain« anschaffen
sollten. Dabei handelt es sich um eine Art »Wasser-Maschine«
mit einer 18,9-Liter- Trinkwasserflasche, von welcher
sich jeder Mitarbeiter reichlich mit Wasser eindecken
kann. Der Vorteil ist, dass die Mitarbeiter sich dank
des erhöhten Wasserkonsums besser fühlen,
gesünder sind und dass trotzdem nicht überall
leere Flaschen herumliegen. Eine andere Mitarbeiterin
schlug vor, dass wir uns eine teure Kaffeemaschine kaufen
sollten. Obwohl ich weiss, dass Kaffee ziemlich ungesund
ist und ich selbst kein Kaffee-Trinker bin, gab ich
dennoch das Budget frei. Ich wusste, dass die Kaffee-Trinker
unserer Firma die Qualität wirklich guten Kaffees
schätzen würden.

Jeder
entscheidet mit
Wenn wir jemanden einstellen, so müssen die Personen
der engeren Auswahl bei uns ein bis drei Tage probearbeiten.
Auf diese Weise lernt der Bewerber unsere Firma kennen
und wir erfahren im Gegenzug, wie der Interessent arbeitet.
Jeweils ein Tag nach dem Probearbeiten bewerten dann
unsere Mitarbeiter diese Person und deren Arbeitsweise.
Nur dann, wenn die grosse Mehrheit dafür ist, dass
diese Person eingestellt wird, tun wir dies auch. Einmal
gab es eine Mitarbeiterin, die mir und meinem Teilhaber
ideal erschien, jedoch vom Team nicht akzeptiert wurde.
Uns blieb somit nichts anderes übrig, als der Bewerberin
eine Absage zu erteilen. Nur auf diese Art und Weise
können wir ein gutes Arbeitsklima schaffen, das
schliesslich auch von unseren Geschäftspartnern
und Kunden am Telefon wahrgenommen wird.
Alle
sind auf Du
Vor einigen Jahren entschied ich, das »Du«
für die ganze Firma einzuführen. Jetzt sind
also alle auf Du, auch jene Mitarbeiter, die über
50 Jahre alt sind. Viele Firmenchefs zögern damit,
das Du einzuführen, weil sie Angst haben, dass
die Mitarbeiter dann weniger Respekt haben. Ich bin
der Meinung, der Chef muss sich den Respekt durch Leistungen
verdienen und nicht durch ein Chef-Büro und eine
distanzierte Haltung. Wenn alle auf Du sind, dann wird
das Arbeiten in der Firma automatisch lockerer.
Geschenke
am ersten Arbeitstag
Am ersten Arbeitstag erhält ein neuer Mitarbeiter
als Geschenk das Buch »Noch erfolgreicher!«
sowie die Hörbücher »Fish!«, »Was
zählt, ist der Gewinn« und »Motivaction«.
Und dazu meist noch etwas anderes wie z.B. eine Willkommenskarte,
einen Blumenstrauss oder etwas Ähnliches. Selbstverständlich
steht auf dem abgegebenen Mitarbeiter-Handbuch bereits
der Name des neuen Mitarbeiters und sein Posteingangs-Fach
ist bereits beschriftet. So lebt sich eine fremde Person
schnell ein!
Jeden
Morgen ein »Daily Huddle«
Die meisten Mitarbeiter treffen bei uns zwischen 07.30 Uhr und 09.00 Uhr
ein. Um ca. 09.15 Uhr, nachdem sich alle Mitarbeiter
mit ihrer Tagesplanung beschäftigt haben und ihre
Posteingangs-Fächer kontrollieren konnten, halten
wir ein kleines Büro-Meeting ab, ein so genanntes
»Daily Huddle«. Diese Anregung habe ich
vom amerikanischen Unternehmens-Consultant Verne Harnish
anlässlich eines Weiterbildungsprogramms für
erfolgreiche Jungunternehmer erhalten. Er sagt, ein
»Daily Huddle« von fünf bis zehn Minuten
ist ein absolutes Muss, insbesondere in einer schnell
wachsenden Firma. Wir tun dies nun seit etwa acht Monaten.
Es hat sich ausgezahlt, denn nun arbeitet jedes Team-Mitglied
viel besser mit den anderen Team-Mitgliedern zusammen.
Und alle haben mehr Spass an der Arbeit, weil sie wissen,
was läuft. Sie sind nicht einfach ein kleines Zahnrad,
sondern aktiver Teil des Geschehens.

Von
seiner Leistung direkt profitieren
Einen Teil des Gewinnes haben wir für Bonuszahlungen
an unsere Mitarbeiter reserviert. Schliesslich sollen
nicht nur die Inhaber vom Erfolg des Unternehmens profitieren,
sondern alle, die etwas damit zu tun haben. Diese Bonuszahlungen
sind leistungsorientiert, d.h. ein Mitarbeiter, der
sehr effizient und effektiv arbeitet, erhält bei
uns viel häufiger eine solche Zahlung. Wir berücksichtigen
natürlich auch Faktoren wie, ob jemand um 17.00
Uhr alles fallen lässt und das Büro fluchtartig
verlässt, oder ob er oder sie auch einmal eine
Stunde länger bleibt, wenn die Arbeit dies erfordert.
In vielen Fällen erfolgen diese Bonuszahlungen
in bar, weil das Glücksgefühl somit grösser
ist. Erfolge feiern Wenn bei uns eine grössere
Bestellung eintrifft, dann läutet jemand eine grosse
Glocke, die im ganzen Büro hörbar ist. Solch
eine Grossbestellung soll nicht lautlos durch die Mühlen
der Administration gehen, sondern die ganze Firma soll
sich darüber freuen können.

Kommunikationswandtafel
Wir haben eine grosse Wandtafel in der Mitte des Büro,
auf der wichtige Dinge wie z.B. Abwesenheiten von Mitarbeitern,
generelle Informationen oder Ähnliches zu lesen
sind. Zudem existiert auf dieser Tafel eine Rubrik mit
dem Titel »Hurra!«. Hier notieren wir z.B.
Grossbestellungen, hängen Briefe von ausserordentlich
begeisterten Kunden hin oder Ähnliches. Dies macht
auch Spass!
Ab
und zu etwas mitbringen
Bei uns bringt immer wieder einmal ein Mitarbeiter Kuchen,
Eis, selbstgebackene Kekse usw. mit, um ein tolles Klima
zu schaffen. Eine kleine Geste, die viel bewirkt. Für
diesen Zweck haben wir einen grossen Kühlschrank
mit einem grossen Tiefkühlfach.
Geschenke
an Mitarbeiter
Bei uns erhalten Mitarbeiter neben Bonuszahlungen auch
immer wieder einmal Geschenke, wie z.B. ein Seminar-Ticket,
ein Ticket für ein Konzert, einen Gutschein für
einen Wellness-Urlaub, ein Buch, ein Hörbuch, eine
Musik-CD, einen Blumenstrauss, Urlaubsgeld in der entsprechenden
Landeswährung oder Ähnliches. Dies bringt
manchmal mehr Freude als Bargeld.
Wie
sieht es bei Ihnen aus?
Dies waren die wichtigsten Massnahmen unserer Firma.
Wir entwickeln ständig neue Ideen. Dies ist ein
wandelnder Prozess. Überlegen Sie nun, was
Sie tun können, damit es mehr Spass macht, in Ihrer
Firma zu arbeiten! |