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Firmengeschichte des Rusch Verlages
 

Alex S. Rusch, der Gründer des Rusch Verlages, verbrachte gleich nach seiner kaufmännischen Ausbildung insgesamt zweieinhalb Jahre in Kalifornien, vergeteilt auf zwei Studienaufenthalte. Dort sammelte er im Anschluss an einen Unternehmer-Semesterkurs am College eine Vielzahl von Geschäftsideen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz setzte er sich mit diesen Geschäftsideen gründlich auseinander. Ein Jahr danach entschloss er sich, einen Hörbuch-Verlag zu gründen, zunächst zusammen mit einem Kollegen. Dieser stieg jedoch nach drei Monaten wieder aus, da es ihm an der nötigen Ausdauer mangelte. Alex S. Rusch hielt die harten Aufbaujahre durch und machte den Rusch Verlag zum führenden Hörbuch-Verlag auf seinem Gebiet.

Seine Situationsanalyse im Jahr 1994 ergab, dass diese Geschäftsidee den Vorteil hatte, auf keine nennenswerte Konkurrenz auf dem Hörbuch-Markt in den Themenbereichen Management/Verkauf/Lebenserfolg zu treffen. Es war also eine Marktlücke, in die Rusch mit innovativem Marketing und sehr viel Entschlossenheit stossen konnte, um ein Millionen-Unternehmen aufzubauen. Ein gewaltiges Hindernis bestand jedoch darin, dass gewaltige Pionierarbeit zu leisten war, um mit sehr kleinem Budget eine neue Produktkategorie in den Markt einzuführen. Aber Rusch war dazu bereit, denn er glaubte an den Nutzen von Erfolgshörbüchern, weil er sich selbst in Amerika schon unzählige solche Hörbücher kennen gelernt hatte.

Alles begann in einer Einzimmerwohnung. Sie bestand aus einem Raum von vier mal sechs Metern, einem Badezimmer und einer offenen Mini-Küche mit zwei Elektroplatten und einem kleinen Kühlschrank. Und dann gab es noch eine kleine Terrasse. In dieser kleinen Wohnung befand sich von 1994 bis 1996 das erste Büro des Rusch Verlages: bestehend aus einem kleinen Schreibtisch mit einem Computer – später waren es zwei – und einem kleinen Tintenstrahldrucker. Dazu gab es ein kleines Ordner-Regal, auf dem ein gebraucht gekauftes Faxgerät stand. Ein grosser Teil der Wohnung wurde als Lager genutzt, wobei die Schachteln bis zur Decke gestapelt wurden. Nicht zuletzt wohnte der Gründer Alex S. Rusch auch noch dort – der Wohnteil bestand nur aus einem Bett, einem Einbauschrank und einem Fernsehtisch. Zwischen dem Lagerteil und dem Bett gab es nur einen kleinen, 30 cm schmalen Durchgang.
Die Wohnung war günstig und sehr zentral gelegen – fünf Minuten vom Flughafen und etwa 15 Minuten von der Stadt Zürich entfernt. Aber sie hatte auch einige grosse Nachteile. Der Nachbar links war ein Tellerwäscher aus Sri Lanka, der immer morgens um zwei Uhr duschte und sich auch nicht davon abbringen liess. Und tagsüber liess in der hellhörigen Wohnung laute Musik spielen. Da sich diese Wohnung, wie gesagt, in der Nähe des Flughafens befand und die Fenster schlecht isoliert waren, konnte man kaum sein eigenes Wort verstehen, wenn ein Flugzeug vorbeiflog, was sehr häufig geschah. Aber Alex S. Rusch hatte ja einen Traum, ein Ziel, einen brennenden Wunsch. Zwei Jahre lebte – und arbeitete – er unter diesen Bedingungen. Er verglich es manchmal spasseshalber mit einer Zelle in einem Hochsicherheitsgefängnis.

Viele Tage und vor allem Nächte hatte er sich gewünscht, er hätte die Firma nie gegründet, denn diese ersten drei bis vier Jahre waren oftmals ein Albtraum wegen der zahlreichen Rückschläge und des finanziellen Stresses. Aber er wusste: Ausdauer führt zum Ziel. Er wusste, was er wollte, und er liess sich nicht davon abbringen. Selbst sein eigener Vater sagte ihm, er glaube nicht, dass die Sache funktionieren würde. Doch Alex Rusch war von sich und seinem Vorhaben hundertprozentig überzeugt.

In den ersten zwei Jahren arbeitete er noch zusätzlich zu seiner Verlegertätigkeit Vollzeit in zwei Werbeagenturen, da er Geld für die Konzeption und das Test-Marketing brauchte. Auch sein Chef in der einen Werbeagentur sagte ihm, er solle doch aufgeben. Dies würde nie funktionieren. Rusch hörte natürlich auch nicht auf diesen »Ratgeber« und schritt mit noch grösserer Entschlossenheit voran.

Im ersten Jahr produzierte er ein paar Hörbücher und vertrieb diese zunächst nur in der Schweiz, um Erfahrungen zu sammeln mit der Vermarktung dieses speziellen Produktes. Und er führte schriftliche und mündliche Umfragen durch, um zu erfahren, was genau die Kunden wollten. Im Februar 1996 erweiterte er das Vertriebsgebiet nach Deutschland. Gleichzeitig optimierte er Schritt für Schritt seinen Business-Plan. Als dieser dann präsentabel war, ging er damit auf Kapitalsuche, was auch wieder viel Zeit erforderte – und viel Ausdauer. Auch diese grosse Hürde meisterte er. Zwei der privaten Kapitalgeber, die er von seinem Vorhaben überzeugen konnte, waren sogar ganz an der Spitze von Grossfirmen. Dann zog auch die Bank mit und räumte ihm einen grossen Kreditrahmen ohne Sicherheiten ein. Aber auch hier hätte ein guter Business-Plan allein keinesfalls genügt. Es waren die Ausdauer und die Entschlossenheit, die zum Ziel führten. CASH, die damals grösste Wirtschaftszeitung der Schweiz, schrieb dann 1996 sogar einen Beitrag über Rusch mit dem Titel »Durchsetzungskraft führt zum Erfolg«. Es war ein grosser Artikel mit Foto von ihm. Darin wurden die Strategie seiner Kapitalbeschaffung und seine Ausdauer beschrieben.

Dann endlich konnte Rusch am 15. September 1996 aus dieser Einzimmerwohnung ausziehen und sich in einer Fünfzimmerwohnung ausbreiten. Nach zwei weiteren Jahren verlegte er seine Firma dann schon in ein vierstöckiges Einfamilienhaus am Bodensee. Im Juli 2000 zog er mit seiner Firma nach Rudolfstetten in der Nähe von Zürich in ein Bürogebäude. Er selbst wohnte im Penthouse oberhalb des Bürogebäudes. In diesem Gebäude wurde dann auch im Jahr 2000 dreieinhalb Tage lang eine »Doku« gedreht, welche im Jahr 2001 im Schweizer Fernsehen SF1 und in 3sat zur Hauptsendezeit ausgestrahlt wurde. Der Titel der »Doku« hiess: »Sprenge deine Grenzen«, und es ging darin um die Erfolgsbranche. Der Rusch Verlag und sein Verleger kamen in dieser 50 Minuten langen Dokumentation 24 Minuten lang zu Wort (und Bild).

Im Oktober 2002 gab es dann einen weiteren Umzug – der Rusch Verlag wurde nach Boniswil an den Hallwilersee verlegt, etwa 40 Minuten von Zürich und 40 Minuten von Basel entfernt. Alle Büros hatten unverbauten Seeblick, was sich gut auf die Kreativität auswirkte.
Ein weiterer Meilenstein war das Jahr 2004, das Jahr des zehnjährigen Bestehens. Gefeiert wurde mit einer Grossveranstaltung mit dem Titel »Der Rusch und Noch erfolgreicher! Erfolgstag«. Sechs Referenten und rund 300 Teilnehmer waren am 17. September 2004 dabei, woraus dann zwei neue Geschäftszweige entstanden – nämlich die Kategorien »Veranstaltung mit 50 und mehr Teilnehmern sowie mehreren Referenten« und »Live-Mitschnitt-DVDs von Referaten und Seminaren«.

Das zehnjährige Bestehen wurde auch zum Anlass genommen, die Rusch Verlag GmbH in eine AG umzuwandeln und den Kunden und Partnern die Möglichkeit zu bieten, Aktien zu erwerben (www.rusch.ch/aktie). Es wurde ein Konzept erstellt mit äusserst attraktiven Aktionärszusatzleistungen. Die Aktienausgabe war ein voller Erfolg. Mit dem Aktiengeld konnten zahlreiche neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden, und der Verlag konnte verstärkt ins Marketing investieren. Zudem gelang es dem Rusch Verlag, bankenunabhängig zu werden.
Boniswil war zwar landschaftlich idyllisch, aber die Nachbarn in dieser Wohngebiet waren nicht begeistert von den Expansionsplänen des Rusch Verlages. Hierzu gab es sogar drei Titelgeschichten in der »Aargauer Zeitung«, der grössten Regionalzeitung, mit Headlines wie »Der Verleger und die Quartiersdetektive«. Obwohl das Lager in Hallwil war, also ein Dorf weiter, kam gelegentlich einmal ein Lastwagen, der Büromaterial lieferte. Die Nachbarn führten minutiös Buch darüber, wobei jede einzelne Autonummer aufgeschrieben wurde. Die Lage spitzte sich zu, sodass ein Umzug nötig wurde. Im Oktober 2006 wurde der Rusch Verlag nach Lenzburg verlegt. Die schöne Aussicht musste zwar geopfert werden, aber ein entscheidender Vorteil der neuen Büros in Lenzburg ist die sehr zentrale Lage – zudem ist die Bürofläche fast doppelt so gross. Obwohl die Büros relativ ruhig gelegen sind, benötigt man lediglich knapp zwei Minuten zum Bahnhof, was ein ganz entscheidender Vorteil ist. Von Lenzburg ist man in 19 Minuten mit der Bahn in Zürich und in 41 Minuten in Basel. Dieser neue Standort hatte dann auch zur Folge, dass auf Stellenausschreibungen deutlich mehr Bewerbungen eingingen.

Der Rusch Verlag zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er auf eine hohe Qualität setzt und im Marketing sehr innovativ ist. Er nutzt auch gekonnt sämtliche Möglichkeiten des Web-Marketings, dazu gehören der »Rusch Podcast« (www.rusch.ch/podcast), der »Rusch Internet-Brief« (www.rusch.ch/internet-brief) sowie die Online-Fernsehsendungen »Rusch Aktuell«, »Rusch Talk« (www.rusch-tv.com) und »Rusch Exklusiv« (www.noch-erfolgreicher.com/turbo).

Die Pionierzeit ist jedoch noch lange nicht vorbei, denn der grösste Teil der Bevölkerung in der Schweiz, in Deutschland und Österreich weiss immer noch nicht, dass man das Medium Hörbuch auch zur Weiterbildung nutzen kann – so kann man die »leere« Zeit beim Autofahren,in der Bahn oder im Flugzeug sinnvoll verwenden, um wertvolles Wissen, Anregungen und Ideen aus den Themenbereichen Management, Verkauf und Lebenserfolg zu tanken. Das Wachstumspotenzial für den Rusch Verlag ist also noch sehr gross.

(aktualisiert am 17. März 2008)

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